DAUN, 26.11.2019 - 14:20 Uhr
Technik - Satellit

Satellitenbetreiber wollen C-Band-Frequenzen für 5G Anwendungen abgeben

In den USA werden derzeit Frequenzzuweisungspläne diskutiert, die das untere C-Band für 5G-Anwendungen öffnen sollen. Wie die C-Band Alliance („CBA“) am 15. November mitteilte, habe man bei der Federal Communications Commission ihren „Treasury Contribution Proposal“ eingereicht.

Der Vorschlag würde nach Abschluss der erfolgreichen Versteigerung eines C-Band-Frequenzspektrums Einnahmen in Milliardenhöhe für das US-Finanzministerium bedeuten, hieß es. Der Vorschlag beinhaltet zudem den Plan, in Zusammenarbeit mit Kongressmitgliedern einen Teil des Spektrums und der Einnahmen zur Finanzierung eines 5G-Netzes mit offenem Zugang für die Breitbandversorgung auf dem Land zu nutzen und so die digitale Inklusion der Landbevölkerung der USA zu ermöglichen. Der Vorschlag basiere auf dem Plan zur Freigabe von Frequenzen der CBA. Danach könne mit dem freigewordenen Spektrum das 5G-Zeitalter in den USA ermöglicht werden, während der Schutz der Dienste für Radio- und Fernsehanstalten gewahrt bleiben soll.

Sollte die FCC den Vorschlag der CBA annehmen, so der Contribution Proposal, verpflichtet sich die CBA, einen Teil des Nettoerlöses einer von der CBA geführten Versteigerung an das US-Finanzministerium zu zahlen, der mit einer progressiven Formel errechnet wird und je nach Ergebnis der Versteigerung zwischen 30 und 75 Prozent des Erlöses beträgt. Diese Zahlung an das US-Finanzministerium würde nach Abzug sämtlicher Kosten errechnet, die für die Planung und Durchführung aller Maßnahmen anfallen, um den CBA-Vorschlag zur Freigabe von Frequenzen im Umfang von 300 MHz zu realisieren, und versteht sich inklusive der gesamten Bundeseinkommensteuerverbindlichkeiten, die den Mitgliedsunternehmen der CBA infolge der Versteigerung unmittelbar entstehen.

Um überdies sicherzustellen, dass alle Bürger der USA von 5G profitieren, hat die CBA Gespräche mit Mitgliedern des Kongresses aufgenommen, um einen Vorschlag zur Finanzierung der Errichtung eines 5G-Netzes mit offenem Zugang für Breitbanddienste im ländlichen Raum zu entwickeln, wobei hier eine Kombination aus Spektrum- und Kapitalleistungen denkbar wäre.

Der marktbasierte Vorschlag der CBA wurde von C-Band-Nutzern, potenziellen Frequenzbietern, Ökonomen, Vordenkern und Verbraucherorganisationen befürwortet. Kein anderer Vorschlag beinhaltet die Fähigkeit, Erfahrung und technische Kapazität, eine reibungslose und schnelle Umwidmung von Frequenzen zu gewährleisten. Geschwindigkeit und Planbarkeit bei der Freigabe von Frequenzen sind entscheidende Faktoren, um das 5G-Zeitalter zu ermöglichen, das zu einem BIP-Wachstum und der Schaffung von Arbeitsplätzen in den USA führen sollte.

Referenzmaterial: CBA U.S. Treasury Contribution Proposal

Zukunftsgerichtete Aussagen

Die Umwidmung von bis zu 300 MHz der C-Band-Frequenzen hängt von einer Reihe von Faktoren ab, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht garantiert werden können und deren Ergebnis ungewiss ist. Dazu zählen:

  1. eine endgültige Anordnung der FCC, die den marktbasierten Vorschlag der CBA annimmt; und
  2. ein zufriedenstellendes marktbasiertes Verfahren mit potenziellen terrestrischen 5G-Nutzern des umgewidmeten Frequenzspektrums.

Öffentliche Versteigerung angestrebt

Unterdessen antwortete die C-Band Alliance auf die Bekanntgabe des Vorsitzenden der Federal Communications Commission (FCC) zum Vorgehen hinsichtlich des C-Band-Frequenzspektrums. Dieser bekundete seine Absicht, eine öffentliche Versteigerung anzustreben, im Rahmen derer das zurzeit an die Mitglieder der C-Band Alliance lizenzierte Satellitenfrequenzspektrum freigegeben werden soll, hieß es in einer Mitteilung der C-Band Alliance vom 18. November.

In einer Erklärung verlautbarte die CBA: „Der Hinweis des Chairman der FCC, dass er beabsichtigt, eine öffentliche Versteigerung des C-Band-Frequenzspektrum zu verfolgen, ist eine deutliche Abkehr von dem marktbasierten Vorschlag der CBA. Die Bekanntgabe geht nicht auf die entscheidende Mitwirkung der etablierten Satellitenbetreiber bei der Durchführung der komplexen Aufgabe der Rekonfigurierung und Umstellung ihrer Netzwerke ein. Ebenso wenig behandelt die Bekanntgabe die grundlegende Änderung der Rechte aus den bestehenden FCC-Lizenzen, über die die CBA-Mitglieder verfügen, die bei einer Strategie der öffentlichen Versteigerung erforderlich wäre.“

„Zur Wahrung der nationalen Sicherheitsinteressen der USA, der Führungsrolle der USA bei der 5G-Innovation und des damit verbundenen erwarteten BIP- und Beschäftigungswachstums ist die umfassende Kooperation der Satellitenbetreiber erforderlich. Nur so kann die erfolgreiche Freigabe des C-Bands bei gleichzeitigem Schutz der etablierten, von Millionen von US-Haushalten genutzten Broadcast-Dienste sichergestellt werden.“

„Wir werden weiterhin kooperativ mit der FCC an der Entwicklung eines effektiven alternativen Plans arbeiten. Dabei ist das Ziel, das beste Ergebnis für die amerikanische Öffentlichkeit zu erreichen und gleichzeitig die Interessen unserer Nutzer und die Rechte unserer Unternehmen zu schützen.”

Die Umwidmung von C-Band-Frequenzen sowie jedwede Anreizvergütung oder Kostendeckung, die von CBA-Mitgliedern erhalten wird, hänge von den in einer endgültigen FCC-Verfügung enthaltenden Konditionen ab, hieß es abschließend.

Über die C-Band Alliance

Der C-Band Alliance oder CBA gehören die weltweit führenden Satellitenbetreiber Intelsat, Eutelsat, SES und Telesat an. Die Aufgabe der CBA besteht darin, die sichere und effiziente Freigabe und Umwidmung des C-Band-Frequenzspektrums umzusetzen und so die USA bei ihrem Ziel zu unterstützen, bei 5G-Ausbau und -Innovation eine führende Rolle einzunehmen. Ihr bahnbrechender, marktbasierter Vorschlag zur Frequenzfreigabe bedeutet zudem einen Schutz von Qualität und Verlässlichkeit von bestehenden C-Band-Diensten und somit Sicherheit und operative Integrität für die derzeitigen Nutzer.

Weitere Informationen finden Sie unter www.c-bandalliance.com.


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