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DAUN, 07.02.2019 - 12:03 Uhr
Technik - Internet

Schwierigkeiten beim Internetanschluss – was tun?

Ein Internetanschluss ist heute beinahe so normal, wie der schlichte Stromvertrag. Ohne Internet geht mittlerweile vieles nicht mehr, denn selbst Behörden oder Arbeitgeber erwarten E-Mailadressen oder eine virtuelle Erreichbarkeit. Das Entertainment hat sich ebenfalls längst auf das Internet ausgebreitet, wie die Beliebtheit von Streamingangeboten beweist. Aber was ist, wenn das Internet für einen selbst verschlossen bleibt, da es keinen Anschluss gibt? Dieser Artikel zeigt die Gründe und Möglichkeiten.

Kein schnelles Internet verfügbar

Es sollte im Jahr 2019 nicht der Fall sein, dennoch wissen etliche Gemeinden und gar Stadtteile davon ein Lied zu singen. In einigen Gebieten Deutschlands ist der Glasfaserausbau derartig rückständig, dass sich Nutzer bereits »freuen« dürfen, wenn die Geschwindigkeit von 2.000 auf 6.000 Mbit/s steigt. Das mag für einige Haushalte ausreichen, wer aber streamt oder mit mehreren Geräten und Personen gleichzeitig am Netz hängt, der hat ungefähr das Surfvergnügen, das noch aus Modemzeiten bekannt ist. Aber welche Möglichkeiten haben Betroffene?

  • Prüfung – zuerst muss geschaut werden, woran der Internetanschluss eigentlich hapert. Ist das Gebiet schlichtweg nicht ausgebaut oder liegt der Fehler im Haus an sich? Mieter in Häusern, die noch nicht an moderne Leitungen angeschlossen sind, sollten hier den Vermieter immer wieder ansprechen, damit der sich endlich um einen Anschluss bemüht.
  • Nerven – das klingt umgangssprachlich, doch raten selbst Experten, dass betroffene Bürger die Stadt-/Gemeindeverwaltung und die Anbieter immer wieder nerven sollen. Die Verantwortlichen sollen nicht allein auf den Zustand aufmerksam gemacht werden, sondern tatsächlich zum Handeln gedrängt werden.
  • Mobile Alternative – je nach Gebiet ist es möglich, zumindest den »normalen« Internetempfang über mobile Geräte sicherzustellen. Mitunter kann das Smartphone auch als Hotspot für den Laptop genutzt werden. Das Problem: Onlinestreaming ist nun nur bedingt möglich, da das Datenvolumen doch schnell aufgebraucht ist. Zudem funktioniert diese Variante nur in Gebieten, die wenigstens eine gute Netzabdeckung haben. Vielfach sind Ortschaften jedoch mobil und stationär vom WWW abgeschnitten.
  • Satellit – auch via Satellit ist das Internet möglich. Die hierfür gängigen Tarife besitzen jedoch ebenfalls eine Drosselung, die dann greift, wenn das inkludierte Volumen aufgebraucht wurde.

Eigenheimbesitzer, die Schwierigkeiten mit dem Hausanschluss haben, können freilich auch probieren, ob nicht ein Kabelanbieter einen schnelleren Anschluss präsentieren kann. In diesem Fall kann das Internet über den Kabelanschluss genutzt werden.

Finanzielle Hürden

Auf der anderen Seite gibt es auch finanzielle Hürden, die dem Abschluss eines Vertrags im Wege stehen. Zwar sind die gängigen Tarife längst nicht mehr so teuer, doch bei einem schlechten Schufa-Score kann es vorkommen, dass einzelne Anbieter einen Vertragsabschluss ausschließen. Betroffene haben dennoch Möglichkeiten zur Hand:

  • Sicherheiten – es gibt Anbieter, die dem Vertrag trotz erster Ablehnung zustimmen, wenn eine Variante mit Sicherheiten gewählt wird. Diese bestehen oft aus Vorauszahlungen: Der Beitrag muss also jeweils im Voraus entrichtet werden, geht der Betrag nicht ein, wird das Internet gesperrt. Diese Verträge haben oft auch keine Vertragslaufzeit und sind somit ein wenig teurer. Auch die Hinterlegung einer Sicherheitsleistung funktioniert oft.
  • Spezielle Anbieter – zugleich gibt es spezielle Anbieter, die sich auf Internetverträge trotz negativen Schufa-Einträgen konzentrieren. Je nach Unternehmen treten sie als Vermittler auf, bieten selbstständig Verträge an oder übernehmen die Absicherung gegenüber dem Telefonkonzern.
  • Bestehender Mobilfunkvertrag – wer einen bestehenden Mobilfunkvertrag hat und diesen bislang pflichtbewusst erfüllte, der kann durchaus probieren, ob dieser Anbieter nicht einem Internetanschluss zustimmt, sofern er diesen anbietet. Bestandskunden erfahren diesbezüglich häufig einen Vertrauensbonus, der sich nun auszeichnen kann.

Generell sollten Betroffene nicht gleich nach dem ersten Versuch aufgeben, sondern nach weiteren Optionen und Möglichkeiten suchen. Mit ein wenig Geduld kommt der Internetanschluss in den meisten Fällen zustande.

Weitere mögliche Probleme

Es kann natürlich andere Gründe haben, warum der Internetanschluss nicht funktioniert. Dies ist ganz besonders dann der Fall, wenn ein Vertrag abgeschlossen wurde und eigentlich alles funktionieren sollte. Dabei gibt es immer Störfaktoren, die zu echten Schwierigkeiten führen können:

  • Telefonanschlussdose – wer das Internet über die Anschlussdose bezieht, sollte diese einmal prüfen lassen. Manchmal genügen schon leichte Wackelkontakte, damit zwar telefoniert werden kann, das Internet aber immer wieder zusammenbricht.
  • Kabelanschlüsse – schon so manch großes Internetproblem erledigte sich wie von selbst, nachdem das DSL-Kabel getauscht wurde. Gerade das Anschlusskabel zwischen Dose und Router ist recht empfindlich und kann innerlich brechen. Auch nun kommt das Signal nicht mehr oder nur noch teilweise an.
  • Router – auch er ist ein Störfaktor. Die modernen Router, die auch die Internettelefonie regeln, bieten dabei erstaunliche Fehlerquellen, da teils das Telefon funktioniert, doch nicht das Internet – und andersherum. Teilweise genügt es, den Router für zehn Minuten vom Strom zu nehmen und dann neu zu starten. Auch die Einstellungen können einen Hinweis liefern. Funktioniert dies nicht, kann einmal versucht werden, ob der Router an sich getauscht werden muss.
  • Einzug – zu Problemen mit dem Internet kann es übrigens auch kommen, wenn der Vormieter/Voreigentümer den Vertrag noch nicht gekündigt hat, der neue Mieter jedoch einen anderen Anbieter wählt. In diesem Fall ist eine Überschneidung möglich und der Anschluss des neuen Bewohners kann nicht freigeschaltet werden. Nicht immer wird hierüber sogleich informiert.

© pixabayIn neu gekauften Eigenheimen, die bereits einmal bewohnt waren, kann sich das Problem in der Anschlussverkabelung verbergen. Viele Eigenheime haben mehrere Telefonanschlussdosen, die aber nicht immer alle freigeschaltet sind. Zieht der neue Besitzer nun ein und denkt, dass die Dose im Flur logischerweise korrekt ist, kann das dazu führen, dass keine Verbindung hergestellt werden kann. In diesem Fall muss ein Techniker die Leitungen prüfen und gegebenenfalls die gewünschte Leitung freischalten.

Fazit - Hartnäckigkeit zahlt sich aus

Warum auch immer der Internetanschluss nicht funktionieren will, so kommen hartnäckige Bürger vielfach zu ihrem Erfolg. Gerade in schlecht angeschlossenen Gebieten sollten sich Betroffene aber zusammenschließen und gemeinsam »nerven«, denn nur auf diese Weise kommt Bewegung in den Ausbau. Eine negative Bonitätsauskunft ist heute auch kein Ausschlusskriterium für einen Internetvertrag mehr. Wer hingegen bereits einen Vertrag hat und trotzdem nicht online gehen kann, der muss bei sich zu Hause auf Fehlersuche gehen.


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