DAUN, 24.11.2021 - 11:09 Uhr
Technik - Satellit

Sojus-Rakete soll zwei weitere Galileo Navigationssatelliten der ersten Generation ins All bringen

Mit dem Flug VS26 soll eine Sojus-Rakete in Kürze wieder zwei weitere Satelliten für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo ins All bringen. Wie der Raketendienstleister Arianespace mitteilte, soll der Start am kommenden Dienstag, den 1. Dezember (21.31 Uhr Ortszeit, 2. Dezember, 1.31 Uhr MEZ) von Europas Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana, durchgeführt werden.

Für seinen 13. Start in diesem Jahr werde Arianespace die beiden Satelliten, Galileo FOC 23 und 24, in den Weltraum befördern, wodurch die Galileo-Konstellationsflotte auf 28 Satelliten erweitert wird. Dir Flug werde zudem auch das 10-jährige Jubiläum des Sojus-Betriebs in Französisch-Guayana markieren, hieß es. Die Mission wird von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) durchgeführt, die im Auftrag der Europäischen Kommission handelt.

Diese beiden neuen Satelliten, Galileo FOC 23 und Galileo FOC 24, werden sich den 26 bereits im Orbit befindlichen Satelliten des europäischen eigenen globalen Navigationssatellitensystems anschließen und sollen den weltweit genauesten Positionsbestimmungsdienst bieten. Sie werden unter der Verantwortung der Agentur der Europäischen Union für das Weltraumprogramm (EUSPA) betrieben.

Von 26 Galileo-Satelliten, die sich bereits im Orbit befinden, wurden zwischen 2011 und 2016 14 von einer Sojus Rakete (hergestellt vom Progress Space Rocket Center, Teil von Roscosmos) gestartet; und zwischen 2016 und 2018 zwölf von einer Ariane 5 Rakete. Flug VS26 wird die Gesamtflotte von Galileo auf 28 Satelliten erhöhen, bevor Sojus und Ariane 62 dann sechs weitere Galileo FOC-Satelliten in den Orbit befördern sollen. Das Ziel für eine vollständige Bereitstellung der ersten Generation von Galileo sei laut Arianespace-Angaben etwa 2025.

Galileo ist das europäische globale Satellitennavigationssystem, das seit 2016 in Betrieb ist. Es ist das einzige Satellitennavigationssystem, das unter ziviler Kontrolle betrieben wird. Es bietet mehr als 2,3 Milliarden Nutzern weltweit hochpräzise Ortungs-, Navigations- und Zeitmessungsdienste. Galileo bietet standardmäßig zwei Frequenzen an, um eine Echtzeit-Positionierungsgenauigkeit bis in den Meterbereich zu liefern.

Als größte Infrastrukturinitiative der Europäischen Union (EU) bringt Galileo den EU-Bürgern und ihren Mitgliedstaaten strategische Autonomie und Souveränität. Es wird von der Europäischen Union finanziert und ist vollständig im Besitz der Europäischen Union und wurde von der ESA entworfen. Es bietet innovative Technologien, die von der europäischen Industrie zum Nutzen aller Bürger entwickelt wurden.

Die Galileo-Satelliten der ersten Generation wurden vom Hauptauftragnehmer OHB System gebaut, die Nutzlasten werden von Surrey Satellite Technology Ltd (SSTL), einer Tochtergesellschaft von Airbus Defence and Space, geliefert.

Galileo der 2. Generation bereits im Bau – Erste Starts Ende 2024 geplant

Beim jüngsten Auftrag für Galileo, dem Bau von zwölf Navigationssatelliten der zweiten Generation, ging allerdings der Bremer Raumfahrtkonzern OHB ging leer aus (InfoDigital berichtete). Im Auftrag der Europäischen Kommission hat die Europäische Weltraumorganisation (ESA) zwei Verträge über einen Gesamtbetrag von 1,47 Mrd. EUR unterzeichnet, um die erste Charge der zweiten Generation der europäischen Galileo-Navigationssatelliten zu entwerfen und zu bauen. Nach einem intensiven Prozess des offenen Wettbewerbs wurden die Aufträge an Thales Alenia Space (Italien) und Airbus Defence & Space (Deutschland) vergeben, um zwei unabhängige Satellitenfamilien mit insgesamt zwölf Galileo-Satelliten der zweiten Generation zu schaffen, teilte die ESA mit. Die ersten Satelliten dieser zweiten Generation sollen Ende 2024 in die Umlaufbahn gebracht werden, hieß es.


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