- © Foto: SpaceX -
DAUN, 09.01.2020 - 11:35 Uhr
Technik - Satellit

SpaceX bringt 60 weitere Satelliten für globales Internet ins All

Größte Satellitenflotte der Welt

Die private US-Raumfahrtfirma SpaceX hat für ihr geplantes weltumspannendes Internet-Netz weitere 60 Satelliten ins All gebracht. Eine Falcon 9-Rakete des Unternehmens von Tech-Milliardär Elon Musk startete am 7. Januar um 21:19 Uhr von Cape Canaveral in Florida. Es war die erste von insgesamt 24 allein in diesem Jahr geplanten Missionen, mit der jeweils 60 Starlink-Satelliten in den Orbit geschickt werden sollen. Mit den beiden im vergangenen Jahr erfolgten Missionen im Mai und November, befinden sich aktuell rund 180 Starlink-Satelliten im All.

Größte Satellitenflotte der Welt

Demnach gehört Elon Musk mit SpaceX derzeit die größte Satellitenflotte der Welt. Nach bisherigen Plänen will der 48-jährige Technikunternehmer mit dem milliardenschweren Starlink-Programm rund 12.000 Satelliten oder mehr im Weltraum betreiben um überall auf der Welt, sowohl in Ballungszentren als auch in entlegenen Gebieten schnelles und preiswertes Breitband-Internet zur Verfügung stellen.

Die 200 Kilogramm schweren Kühlschrankgroßen Satelliten sollen dabei Daten von Bodenstationen bekommen und untereinander mit Hilfe von Lasern weiterleiten. Die Starlink-Satelliten befinden sich im Gegensatz zu herkömmlichen Kommunikationssatelliten in einer Höhe von einigen Hundert Kilometern und sollen daher deutlich kürzere Reaktionszeiten gewährleisten.

Wettlauf um schnelles Internet über Satellit aus dem All

Neben dem Starlink-Projekt von Elon Musk treten allerdings noch zwei weitere Anbieter in den Wettbewerb um das schnelle Internet über Satellit aus dem All an.

Auch OneWeb will mit 2000 Satelliten schnelles Internet an jedem Fleck rund um den Globus bringen Zum einen das im Januar 2016 gegründete Joint Venture „OneWeb Satellites“ von Airbus Defence & Space und OneWeb. Das Unternehmen will ebenfalls mit knapp 2000 Satelliten schnelles Internet an jedem Fleck rund um den Globus bringen. Mit etwa 20 Soyuz-Starts sollen laut OneWeb jeweils mindestens 30 Satelliten in den Weltraum geschickt werden, wobei die meisten Raketenstarts vom Kosmodrom in Baikonour / Kasachstan ausgeführt werden sollen, um Konflikte mit bevorstehenden Raketenstarts von Arianespace in Französisch-Guayana zu vermeiden. In der zweiten Hälfte des Jahres 2020 sollen dann 30 Satelliten mit dem Erstflug der neuen Ariane 6 Trägerrakete von Arianespace starten.

EUTELSAT KONNECT, Bild (c) Thales Alenia Space Zum anderen will der Pariser Satellitenbetreiber Eutelsat im Wettbewerb um das schnelle Internet aus dem All kräftig mitmischen. So soll bereits mit der ersten Ariane-Mission am 16. Januar 2020 der erste voll elektronisch angetriebene Kommunikationssatellit KONNECT mit einer Ariane 5 ECA Trägerrakete (Flug VA 251) in den Weltraum geschossen werden. Der neue Weltraumapparat soll ab Ende 2020 Internetdienste in Hochgeschwindigkeit für die Märkte in Westeuropa und Afrika bereitstellen, darunter auch für Kunden in Deutschland. Mit einer Gesamtkapazität von 75 Gbit/s soll der neue High Throughput Satellit für Unternehmen und Endkunden Internetzugänge mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s bieten, welches bei dieser Geschwindigkeit durchaus eine Alternative für das Glasfasernetz darstellt und auf diese Weise ganze Gemeinden über Satellit mit Breitband versorgen kann.

500 GBit/s in den Startlöchern

In punkto Geschwindigkeit kündigt der französische Satellitenanbieter Eutelsat für das Jahr 2022 den Start eines weiteren KONNECT Satelliten an, der ursprünglich im zweiten Halbjahr 2021 geplant war. Der „Very High Troughput-Satellit“ (KONNECT VHTS) soll mit einer Datengeschwindigkeit von insgesamt 500 GBit/s weltweit einer bis dahin leistungsfähigen Satelliten sein (InfoDigital berichtete).


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