Start der Faclon9-Rakete von einem Luftwaffenstützpunkt in Kalifornien. Start der Faclon9-Rakete von einem Luftwaffenstützpunkt in Kalifornien. - © Foto: SpaceX -
DAUN, 23.02.2018 - 09:18 Uhr
Technik - Satellit

SpaceX-Satelliten starten - Fangen von Raketen-Spitze misslingt

(dpa) - Kleine Panne bei einem sonst erfolgreichen Experiment: Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat am Donnerstag (Ortszeit) zwei Test-Satelliten für ein weltumspannendes schnelles Internet-Netzwerk im All ausgesetzt. Dabei ließ sich die Spitze der Rakete aber nicht wie gewünscht einfangen. Um sie recyceln zu können, hatte das Unternehmen eigens ein Boot mit einer Art Fangnetz im Pazifik platziert. „Um ein paar Hundert Meter verpasst“, schrieb SpaceX-Gründer Elon Musk im Kurznachrichtendienst Twitter. Die Spitze sei aber intakt im Wasser gelandet.

Ansonsten verlief der Test erfolgreich. „Die ersten beiden Starlink-Satelliten namens Tintin A & B ausgesetzt und Kommunikation zur Erde“, twitterte Musk weiter, der auch den Elektroautobauer Tesla gründete und leitet. „Starlink“ ist der Name des von Musk geplanten, die Welt umspannenden Internetnetzes, das einmal Millionen von Menschen mit Hilfe einer Vielzahl von Satelliten im All Zugang zum Web verschaffen soll.

Die beiden Satelliten „Tintin A“ und „Tintin B“ waren am Donnerstag an Bord einer „Falcon 9“-Rakete von einem Luftwaffenstützpunkt im US-Bundesstaat Kalifornien aus ins All gestartet, wie das Unternehmen mitteilte. An Bord der Rakete war auch ein Satellit des spanischen Militärs, der ebenfalls erfolgreich in seiner Umlaufbahn ausgesetzt wurde.

SpaceX arbeitet an einer Wiederverwendbarkeit von Raketenteilen, um Kosten zu sparen. Deshalb spielte die Spitze bei diesem Testlauf eine wichtige Rolle. „Beim nächsten Mal sollten wir in der Lage sein, sie zu fangen, mit ein bisschen größeren Fallschirmen, um den Fall zu verlangsamen“, gab Musk das nächste Ziel vor.

Vor einigen Wochen hatte SpaceX, das mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa zusammenarbeitet, mit einem erfolgreichen ersten Test seiner „Falcon Heavy“-Schwerlastrakete für Schlagzeilen gesorgt.

 


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