DAUN, 01.02.2019 - 11:16 Uhr
Technik - Internet

Stadtwerke Unna setzen auf Open Access

Die Stadtwerke Unna öffnen ihr Glasfasernetz über die BREKO-Handelsplattform für Dritte: Die Glasfaseranschlüsse, die bis direkt in die Häuser beziehungsweise Wohnungen reichen (FTTH), können auf diesem Weg auch von anderen Providern genutzt werden, um eigene Angebote zu vermarkten. Das Vermarktungspotenzial für Glasfaseranschlüsse werde dadurch erheblich gesteigert, teilten die Stadtwerke Unna und BREKO mit. Denn nur mit einer möglichst hohen Netzauslastung ließen sich Glasfasernetze wirtschaftlich betreiben.

Die Handelsplattform steht allen Marktteilnehmern – unabhängig von einer Verbandsmitgliedschaft – offen.

Die Stadtwerke Unna bauen seit 2003 ein Glasfasernetz für das gesamte Stadtgebiet. Ziel ist es, neben dem Zentrum der Kreisstadt alle Stadt- und Ortsteile sowie Gewerbe- und Industriegebiete mit einer leistungsfähigen Breitband-Infrastruktur zu versorgen. Bislang hat der lokale TK-Netzbetreiber schon mehr als 100 Kilometer Glasfasertrassen in seinem Versorgungsgebiet im östlichen Ruhrgebiet verlegt. Neben der reinen Glasfaserinfrastruktur bis in die Wohnung ist Open Access die Philosophie des Unternehmens: Jeder Kunde soll seinen Provider frei wählen dürfen.

„Als kleine Sparte eines Energieversorgers haben wir kaum Möglichkeiten, mit den großen Providern zu kooperieren. Das liegt insbesondere an den geforderten einheitlichen Schnittstellen, die wir nicht abbilden können“, sagte Karsten Pfützner, der bei den Stadtwerken Unna die Breitbandthemen koordiniert. „Die BREKO-Handelsplattform stellt uns nun ein Portal zur Verfügung, mit dessen Hilfe wir genau diese Schnittstellen bedienen können. Damit ergibt sich für uns erst die Möglichkeit, den Unnaer Bürgerinnen und Bürgern Open Access über unser Netz zur Verfügung zu stellen.“

Jürgen Magull, Geschäftsführer der BREKO-Einkaufsgemeinschaft, erklärte: „Die Stadtwerke Unna gehen genau den richtigen Schritt. Die BREKO-Handelsplattform stellt insbesondere für lokal und regional tätige Netzbetreiber in ganz Deutschland eine attraktive Möglichkeit dar, um die eigenen Glasfasernetze besser auszulasten und so neue Gelder für den weiteren Glasfaserausbau zu erwirtschaften. Davon profitieren nicht zuletzt Bürger und Unternehmen, denen durch die Ankurbelung des Wettbewerbs attraktive Angebote in hoher Qualität zur Verfügung stehen.“

Von Dr. Jörn Krieger


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