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DAUN, 18.10.2017 - 15:10 Uhr
Technik - Internet

Telefónica optimiert schnelle Datendienste in der BVG

Zweite Phase des 4G-Ausbaus im Berliner Untergrund

Die Berliner U-Bahn wird fit für die Zukunft. In einem gemeinsamen Projekt der drei deutschen Netzanbieter – Telefónica Deutschland, Deutsche Telekom und Vodafone – mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) wird das Mobilfunknetz der Hauptstadt in den kommenden Monaten optimiert. Unter der Federführung von Telefónica Deutschland investieren die Netzbetreiber in das Ziel, allen Kunden im Berliner Untergrund die Nutzung schneller Datendienste zu ermöglichen. Bisher stehen im U-Bahn-System der BVG schnelle Datendienste per UMTS und für Telefónica-Kunden seit Mitte 2016 zusätzlich auch per LTE zur Verfügung. Durch die Zusammenarbeit werden sich die drei Netzanbieter zukünftig auch flexibler auf zusätzliche Kapazitätsanforderungen durch die Kunden einstellen können.

Dank des Projekts, bei dem die drei Unternehmen im Untergrund Berlins eng zusammenarbeiten, werden künftig auch Kunden der Deutschen Telekom und Vodafone von schnellen Datenverbindungen in der U-Bahn profitieren. Ein weiterer Vorteil für alle drei Anbieter: Auf zusätzliche Kapazitätsanforderungen durch die Nutzer können sie mit einem gemeinsamen, zukunftsweisenden System flexibel reagieren und so den zunehmenden „Datenhunger“ der Smartphones und Tablets im Berliner Untergrund bedienen. Ein erster Test der drei Anbieter am Bahnhof Hermannplatz verlief bereits erfolgreich. Der Umbau des gesamten U-Bahn-Netzes soll bis Ende 2018 fertiggestellt sein. Die dafür notwendigen Arbeiten finden ausschließlich in den nächtlichen Betriebspausen der U-Bahn statt.

Das Ende der dezentralen Systemtechnik

Statt einzelner Mobilfunkanlagen, verteilt auf viele Betriebsräume im Großraum Berlin, setzen die Mobilfunkunternehmen auf gemeinsam betriebene „BTS-Hotels“. Hierbei handelt es sich um wenige, deutlich zentraler gelegene Betriebsräume. Sie beherbergen die für die Versorgung des Untergrunds benötigte Mobilfunktechnik der drei Anbieter. Von dort aus führen etliche Glasfaserverbindungen zu einer Vielzahl von abgesetzten technischen Einheiten in den Tunneln, die wiederum die Versorgung im Untergrund sicherstellen. Damit machen die drei Anbieter ihre Technik fit für die Zukunft.

Lernfähige Mobilfunktechnik

Das Besondere ist nicht allein die Zentralisierung, sondern die lernfähige, sich selbst optimierende Mobilfunktechnik. Diese erkennt eigenständig, in welchen Tunnelbereichen spontan höhere Kapazitätsanforderungen entstehen und reagiert entsprechend. So bringt die Technik die erforderlichen Kapazitäten automatisch innerhalb kürzester Zeit dorthin, wo sie im U-Bahn-System benötigt wird. Plötzlich stark ausgelastete U-Bahn-Streckenabschnitte, beispielsweise vor und nach größeren Veranstaltungen, können schnell und effizient versorgt werden. Das vermeidet Staus auf den Datenautobahnen und steigert die Kundenzufriedenheit.

Das Konzept eines BTS-Hotels als „Herberge“ für die gemeinsame Berliner Mobilfunk-Systemtechnik wurde vor etwa zwei Jahren von Vodafone entwickelt und im Weiteren in einem Gemeinschaftsprojekt mit Telefónica Deutschland für die Berliner bereitgestellt. In einem ersten Schritt ließen sich damit spezielle Plätze in Berlin besser abgestimmt auf die Bedürfnisse der Kunden versorgen. So liefern BTS-Hotels den Nutzern bei oberirdischen Veranstaltungen auf der Fanmeile bis zum Brandenburger Tor oder am Potsdamer Platz eine optimale Versorgung mit schnellen Datendiensten. Erstmals nutzten Vodafone und Telefónica ein solches Basisstations-Hotel vor etwa zwei Jahren auf der Berliner Fanmeile, um unzähligen Fußballfreunden eine optimale Versorgung mit schnellen Datendiensten  auch im größten Torjubel zu ermöglichen.


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