DAUN, 07.02.2017 - 14:39 Uhr
Technik - Fernseher

TV-Generation 2017 attraktiv wie nie zuvor

Satte Farben, extreme Kontraste, weiter Betrachtungswinkel sowie mehr Komfort und Ausstattung bereits auch für das neue DVB-T2 HD

Für die Bildqualität von Fernsehgeräten gilt: Es gibt immer noch Luft nach oben. So zeigen die neuen Modelle des Jahrgangs 2017 deutlich sichtbare Fortschritte in allen Schlüsseldisziplinen. Dazu zählen Kriterien wie Helligkeit, Kontrast, Farbumfang und die Größe des Betrachtungswinkels. Noch klarer gestaltete Bedienoberflächen, Empfangsausstattung für das neue hochauflösende Antennenfernsehen, höhere Leistungen der eingebauten Prozessoren, ein erweitertes Angebot an Online-Inhalten und immer öfter auch die Unterstützung von smarten Funktionen, beispielsweise für die Hausautomatisierung, runden das positive Bild ab. In der Disziplin Bildqualität treibt ein Technologiewettbewerb die Entwicklung sowohl im OLED- als auch im LCD-Bereich mit herausragenden Eigenschaften voran, konstatiert die gfu Consumer & Home Electronics GmbH, Veranstalter der IFA in Berlin.

Immer mehr Spitzenmodelle im Sortiment der großen Hersteller sind mit OLED-Bildschirmen ausgestattet. OLED-Schirme erzeugen jedes einzelne Bildpünktchen mit selbstleuchtenden Halbleiterzellen aus organischem Material. Das bedeutet vor allem: Die Farben von OLED-Schirmen sehen aus jedem Betrachtungswinkel gleich gut aus. Hinzu kommt, dass OLED-Schirme dunkle Bildpartien besonders überzeugend abbilden können, weil sie, sobald der Bildinhalt tiefes Schwarz vorgibt, die zuständigen Bildpunkte einfach komplett abschalten.

Die Bildpunkte von LCD-Schirmen dagegen werden wie winzige Dias durchleuchtet. Durch jüngste Weiterentwicklungen ist es nun auch möglich, mit Schirmen nach diesem Prinzip konstante Qualität aus allen Betrachtungsrichtungen zu genießen. Eine Schlüsseltechnologie hierzu heißt Quantum Dots. Das sind Nanokristalle in den Farbfiltern der Bildschirme, die nicht nur für ein weites Farbspektrum sorgen, sondern, in Kombination mit weiteren technischen Kunstgriffen, auch den Betrachtungswinkel extrem erweitern. LCD-Schirme erreichen zudem besonders hohe Spitzenhelligkeiten und eignen sich damit hervorragend für Bildmaterial mit extrem hohem Kontrast. Einige Zahlen belegen den Trend: Noch vor zwei Jahren galten Werte um 700 Nits, das ist die Maßeinheit für die Leuchtdichte, als Spitzenwerte von LCD-Bildschirmen. 2016 erreichten viele Top-Modelle der großen Hersteller schon Spitzenhelligkeiten von 1.000 bis 1.200 Nits. In diesem Jahr klettert nun die Messlatte in der TV-Oberklasse gar auf 1.500 bis 2.000 Nits. Praktisch bedeutet dies, dass der Bildeindruck enorm realistisch wird, gerade auch in Tageslicht-Umgebung. Dabei steigt der Energieverbrauch der jüngsten TV-Modelle nicht annähernd im selben Maß wie die Spitzenhelligkeit.

Weitere Verbesserungen zeigen auch die Bedienoberflächen der jüngsten TV-Modelle. Klare Strukturen und plakative Icons bestimmen das Bild. Besonders komfortable Lösungen zeigen alle Programmquellen auf einen Blick, ganz gleich, ob das audiovisuelle Angebot über Fernsehkanäle, Online-Dienste oder angeschlossene Player kommt. Populäre Videoportale sind immer öfter über vorinstallierte Apps zugänglich – ganz ohne zusätzliche Hardware. Und damit all dies reibungslos und ohne Verzug funktioniert, haben die besten unter den neuen Fernsehern starke Mehrkern-Prozessoren an Bord, die mit ähnlichen Rechenleistungen wie moderne Tablets und Smartphones aufwarten.

Beachtlich ist auch, wie schnell die Gerätehersteller auf spezielle deutsche Anforderungen an die Empfangsausstattung reagieren. Das neue hochauflösende Antennenfernsehen DVB-T2 HD, das am 29. März in ganz Deutschland an den Start geht, verlangt nicht nur nach speziellen Empfangsteilen, die diesen Standard beherrschen. Die Geräte müssen auch in der Lage sein, bewegte Bilder nach dem modernen Kompressionsstandard HEVC, auch h.265 genannt, zu dekodieren. Das traf noch vor wenigen Monaten ausschließlich auf Ultra-HD-Fernseher in Wohnzimmer-Größen zu. Inzwischen bieten auch viele einfachere und kleinere Modelle, die sich zum Beispiel als preisgünstige Zweitfernseher eignen, die komplette DVB-T2 HD-Ausstattung an und machen damit zusätzliche Set-Top-Boxen überflüssig. Auch smarte Funktionen der Hausautomatisierung, unterstützt von Spracherkennungssystemen, halten immer öfter Einzug in die Fernsehgeräte. Damit wird der Bildschirm im Wohnzimmer zur Steuerzentrale des vernetzten Haushalts – neben Tablets und anderen mobilen Geräten.

Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu, fasst die neuen TV-Trends zusammen: „Viele Details der technischen Weiterentwicklung machen die jüngste Generation der Fernsehgeräte noch attraktiver – mit höherer Bildqualität, mehr Komfort und einem noch größeren Angebot an beliebten Inhalten. Kurzum: 2017 wird ein spannendes Fernseh-Jahr.“


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