DAUN, 05.02.2018 - 20:17 Uhr
Technik - Radio

„Umstieg von UKW auf Digitalradio DAB+“ – Interessengemeinschaft Digitalradio Deutschland begrüßt GroKo-Pläne

Die „Interessengemeinschaft Digitaler Rundfunk Deutschland“ hat die jüngsten Meldungen zu den Koalitionsverhandlungen als durchweg positive Entwicklung gewertet, wonach eine mögliche künftige Neuauflage der großen Koalition aus Union und SPD, offenbar den Ausstieg aus der analogen UKW-Hörfunkverbreitung plant. Die Interessengemeinschaft fordert seitens der privaten Rundfunksender einen raschen Umstieg von UKW auf DAB+ in Deutschland.

Bei den Koalitionsgesprächen stand unlängst in der Arbeitsgruppe 7 – Digitales – auch das Thema „Umstieg von analogem UKW-Rundfunk auf Digitalradio DAB+“ auf der Tagesordnung. Die Große Koalition möchte die digitale Hörfunktechnik weiter fördern und die Marktdurchdringung mit DAB+ Geräten voranbringen.

„Das wäre im Zuge einer vorgesehenen bundesweiten Digitalisierungsoffensive der neuen Regierung nur konsequent.“, so der Sprecher der Interessengemeinschaft, Peter Maisel.

Sowohl für die öffentlich-rechtlichen, als auch für die privaten Hörfunksender, seien durch Digitalradio DAB+ die Verbreitung ihrer Programme wesentlich günstiger, da im Vergleich zu UKW deutlich weniger Energie aufgewendet werden müsse. Außerdem können sich rund 15 Programme eine Frequenz teilen. Dadurch sei DAB+ im Vergleich zu UKW deutlich energieeffizienter. Schon alleine deswegen könne die Interessengemeinschaft Digitalradio Deutschland die Aufregung einzelner Programmveranstalter nicht verstehen, die offenbar nach wie vor Angst vor einer UKW-Abschaltung haben, hieß es weiter.

Bereits heute kommen Radiohörer über DAB+ in den Genuss einer deutlich größeren Programmvielfalt in störungsfreier digitaler Klangqualität. Ganz anders als über das analoge UKW. Außerdem eröffnet DAB+ erstmals einen freien Wettbewerb zwischen etablierten und neuen Radioprogrammen. Dass die Hörer die neuen Programme annehmen, zeigen nicht nur die seit Jahren steigenden Hörerzahlen der via DAB+ empfangbaren Sender, sondern auch die rasant steigenden Verkaufszahlen von Radiogeräten mit integriertem DAB+.

„In zahlreichen Regionen Deutschlands verfügen bereits heute über 30 % der Haushalte über ein Digitalradio. Auch die Automobilindustrie hat reagiert, mittlerweile sind 40 % der Neuwagen mit DAB+ ausgestattet. Tendenz weiter steigend. Trotzdem hinkt Deutschland beim Thema Radio-Digitalisierung hinterher.“, so Peter Maisel.

Norwegen ist bereits im vergangenen Jahr erfolgreich von UKW auf DAB+ umgestiegen. Konkrete Planungen laufen derzeit auch in der Schweiz, in Großbritannien und in Südtirol.

Die Interessengemeinschaft Digitalradio Deutschland ist eine Initiative von Radio Augsburg | Mega Radio, Augsburg | KULTRADIO, Bayreuth |St. Michaelsbund, München | Ilmwelle, Pfaffenhofen | Absolut HOT, Regensburg | radio hashtag+, Schweinfurt Schlagerparadies, Saarbrücken | Schwarzwaldradio, Offenburg | lulu.fm, Köln und Antenne Sylt, Westerland


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