DAUN, 16.11.2020 - 08:16 Uhr
Technik - Internet

Unternehmen und Politiker fordern Zuschüsse für Internet via Satellit

In der Debatte um eine bessere Versorgung des Landes mit schnellen Internetzugängen fordern Politiker und Verbandsvertreter, die Satellitentechnik in die geplante staatliche Förderung einzubeziehen.

Weil etwa eine halbe Million Haushalte in abgelegenen Gebieten auf absehbare Zeit keinen Megabit-Anschluss ans Glasfaser- oder Mobilfunknetz erhalten werden, solle der Staat auch die Onlineversorgung per Satellit und Parabolantenne fördern, wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet.

Einen entsprechenden Vorschlag wollen der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) sowie das SPD-Wirtschaftsforum beim Digital-Gipfel der Bundesregierung Ende November 2020 einbringen. Danach sollen Haushalte eine staatliche Förderung von 500 bis 1.000 Euro erhalten, wenn sie sich eine schnelle Satellitenverbindung per Schüssel zulegen, die rund 1.500 Euro kostet.

Für den Einzelanschluss ans Glasfasernetz müsse der Staat laut einem VATM-Papier dagegen bis zu 20.000 Euro aufwenden. Zudem würden in vielen Gebieten auch bis 2025 noch keine Breitbandleitungen liegen. Deshalb wäre es nur "fair", wenn die Regierung helfen würde, "auch unterversorgte Haushalte und Unternehmen aus der digitalen Wüste herauszuführen", zitiert das Magazin Verbandsgeschäftsführer Jürgen Grützner.

Von Dr. Jörn Krieger


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