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DAUN, 24.03.2021 - 09:02 Uhr
Technik - Satellit

UPLINK nutzt Elon Musk‘s Satellitennetzwerk Starlink

Das Düsseldorfer Telekommunikationsunternehmen UPLINK hat aktuell die ersten Breitbanddatenverbindungen über das von Elon Musk aufgebaute Satellitennetzwerk Starlink realisiert. Dabei wird erstmals eine ganz neue Art von Datenübertragung genutzt, die sich völlig von bisherigen Anwendungen abhebt.

Starlink setzt für sein geplantes weltumspannendes Internet-Netz im All auf eine sehr große Anzahl kleiner und kostengünstiger Kommunikationssatelliten, die sich in einer Höhe von nur 550 Kilometer über der Erde bewegen.

Im Gegensatz zu geostationären Satelliten, die sich in etwa 36.000 Kilometer Höhe über dem Äquator der Erde befinden (geostationäre Umlaufbahn), erfolgt die Kommunikation des Nutzers am Boden über ständig wechselnde Satelliten, die sich in ihrer Flugbahn sehr schnell bewegen. Der Vorteil dabei ist die deutlich geringere Entfernung und damit eine wesentlich kürzere Laufzeit des Datenaustauschs. Während bei herkömmlicher Übertragung Datenpakete je nach Technologie eine halbe Sekunde oder mehr vom Absender am Boden über den Satelliten zum Empfänger benötigen, bietet Starlink Laufzeiten von wenigen Millisekunden bei einer Datenübertragung in beide Richtungen von etwa 50 Mbit/s mittels einer kleinen Parabolantenne.

Etwa 60 Starlink-satelliten werden bei einem einzigen Raketenstart in den Orbit geschickt; Bildrechte: Starlink Die private US-Raumfahrtfirma SpaceX, ein Tochterunternehmen des Tech-Milliardärs Elon Musk, schießt derzeit alle zwei Wochen 60 neue Satelliten in den Orbit und will, laut Angaben von UPLINK, mittelfristig mit über 30.000 Einheiten, die untereinander mittels Laser voll vernetzt sind, die weltweite Kommunikation revolutionieren.

„Wir sehen hier schon sozusagen den Start von 6G, wenn Breitbandkommunikation und Sprache nicht mehr nur über Leitungen oder Mobilfunkmasten laufen, sondern direkt über Satellit”, erläutert UPLINK CEO Michael Radomski die Innovationskraft von Starlink und seinen Wettbewerbern wie OneWeb oder Kuiper Systems mit AMAZON als Muttergesellschaft. „Die Nutzung eines besonders erdnahen Orbits, die geringen Kosten für moderne, kleine Satelliten, deren laufende Erneuerung immer bessere Einsatzzwecke ermöglicht und die wiederverwendbaren Raketen von SpaceX ergeben eine gänzlich neuartige Kommunikationsart, die es bislang so nicht gegeben hat - quasi ein Mobilfunknetz mit Satelliten statt Sendemasten. Das wird die Datenübertragung nachhaltig verändern - genau wie zuletzt der Mobilfunk die Telekommunikation verändert hat”, macht Radomski die Entwicklung deutlich.

UPLINK setzt Starlink zur sicheren Vernetzung bei mobilen Einsätzen und an solchen Standorten ein, an denen Glasfaserleitungen und auch Mobilfunklösungen an ihre Grenzen kommen. „Wenn ein größerer Stromausfall oder ein Schaden an einer wichtigen Hauptleitung sowohl die Leitungsanbindung als auch den Mobilfunk in einer Region ausfallen lassen, haben wir in der Vergangenheit schon auf teure und komplexe Lösungen mit geostationären Satellitenverbindungen eingesetzt. Mit Starlink wird das jetzt deutlich einfacher und günstiger”, beschreibt Radomski eine von mehreren Einsatzvarianten.


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