DAUN, 01.08.2014 - 15:30 Uhr
Technik - Satellit

Vier Kommunikationssatelliten „O3b“ ermöglichen Turbo-Internet für Dritte Welt

Am 10. Juli 2014 startete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou (Französisch-Guyana) eine Sojus-Trägerrakete mit vier Kommunikationssatelliten der Firma O3b Networks Ltd. ins All, teilte die European Space Agency am 1. August mit. Sie sind Kern eines künftigen Netzwerkes, das schnelle Internet-Verbindungen vor allem in unterversorgte Gebiete der Dritten Welt bringen soll.

Eine Vision wird Realität

Die inzwischen erfolgreich in Betrieb genommenen Kommunikationssatelliten werden Teil eines weltumspannenden Netzwerks von einmal 20 baugleichen Raumflugkörpern sein, das von der in den Niederlanden ansässigen Firma O3b Networks Ltd. betrieben wird. O3b steht für „Other 3 Billion“. Gemeint sind damit die drei Milliarden Menschen, die bisher vor allem auf der Südhalbkugel der Erde und in Ländern der Dritten Welt über keinen schnellen Internet-Anschluss verfügen. Das will O3b ändern. Seine Satelliten fliegen in Erdorbits mit etwa 8000 Kilometern Höhe über der Erde und übertragen Internet-Daten im Ka-Band mit Geschwindigkeiten von 1,2 Gigabit pro Sekunde und Strahlungskeule überwiegend an Kopfstellen von nationalen Telekommunikationsunternehmen. Jeder Satellit verfügt über zehn Strahlungskeulen, von denen jede auf der Erdoberfläche einen Durchmesser von 700 Kilometern abdeckt. Gebaut wurden die Satelliten von Thales Alenia Space.

Erste Nutzer

Zu den ersten Nutzern gehören der Kongo, Samoa und Ost-Timur. Ein weiterer Kunde ist inzwischen die Kreuzschifffahrtslinie Royal Caribbean International, die über die O3b-Satelliten die Passagiere ihrer Flotte mit schnellen Internet-Verbindungen versorgen will.

www.esa.int


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